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Unterschied zur prozeduralen Programmierung

Um den Unterschied im Bewusstsein greifbar zu machen, möchten wir an dieser Stelle kurz auf die klassische Programmierung, die sogenannte „Prozeduralen Programmierung“ eingehen, die Sie ja bereits kennen (vielleicht nicht unter diesem Namen).

Bei der „Prozeduralen Programmierung“ findet die Programmstrukturierung durch eine funktionale Abstraktion statt. Das gesamte Programm wird als ein großer Algorithmus verstanden, der Schritt für Schritt in Unter-Algorithmen zerlegt und verfeinert wird. Funktionen bzw. Prozeduren (daher der Name „Prozedurale Programmierung“) werden in Unterfunktionen und diese wiederum in Unter-Unterfunktionen usw. zergliedert. Die Daten werden dabei in der Regel als Funktionsparameter und Funktionsergebnis durch die Funktionen als Ein- und Ausgabewerte durchgereicht.

In der „Prozedualen Programmierung“ ist eigentlich alles programmier- und umsetzbar, es ist lediglich eine Frage des Aufwandes und der Komplexität. Das Problem bei der „Prozeduralen Programmierung“ ist die Trennung von Daten und Algorithmen.

Die „Prozedurale Programmierung“ haben Sie auch bereits in der Portalsuite in den Template eingesetzt, indem Sie sich zur Lösung Ihrer Aufgabe, der Programmierung einer Website, der vordefinierten Funktionen von PHP und der Portalsuite bedient haben. Die Daten haben sich die Funktionen dabei größtenteils aus der Portalsuite Datenbank geholt, und die restlichen Daten wurden als Parameter den Funktionen übergeben oder Stammdaten aus einem ausgelagerten Konfigurationset.

In der „objektorientierten Programmierung“ findet die Programmstrukturierung durch eine Datenabstraktion statt. D.h. die Daten und die zugehörigen Datenstrukturen stehen im zentralen Mittelpunkt und nicht mehr der Algorithmus. Die Algorithmen und Funktionen sind lediglich Beiwerk, jedoch logisch den Daten zugeordnet, da die Daten die Funktionen zur Änderung ihres Zustandes benötigen. Das gesamte Programm kann mit mehreren Objekten zusammengebaut werden, wobei jedes Objekt nur für einen Teil der Daten und damit auch nur für einen Teil der Aufgabe verantwortlich ist. Das Zusammenwirken aller Objekte löst die Gesamtaufgabe des Programms.



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